Heiraten für Turnschuhträgerinnen - Filippa Bluhm

z.B. "Heiraten für Turnschuhträgerinnen" von Filippa Bluhm

Heiraten für Turnschuhträgerinnen - Filippa Bluhm

Beitragvon drixi » Freitag 28. Mai 2010, 18:38



Inhalt:
Und sie lebten glücklich, bis der Antrag kam ... Eigentlich hatte Charlotte immer gedacht, sie würde einen Lachanfall bekommen, sollte jemals ein Mann vor ihr niederknien und um ihre Hand anhalten. Doch bei Georg war alles anders. Na ja, fast. Denn gelacht haben sie trotzdem - in dem dummen Irrglauben, das Schwerste sei mit dem Antrag schon geschafft.
Herzförmige Nippelaufkleber. Turtelnde Täubchen auf Luftballons. Einladungskarten mit Diddlmaus. Die ersten Recherchen zum Thema "Hochzeit" fallen für Charlotte, bekennende Turnschuhträgerin, niederschmetternd aus. Aber es kommt noch schlimmer. Die Freunde schielen ihr bei der Verkündung erst mal skeptisch auf den Bauch. Die beste Freundin fängt plötzlich an, über die Ehe als Symbol der weltweiten Ausbeutung der Frau zu referieren. Und dann die Verwandtschaft: Die deutsche fordert lauthals Babys, die polnische Wodka, eimerweise. Woher, bitte schön, kriegt man ein Kleid, in dem man nicht aussieht wie Schwarzwälder Kirsch mit Toupet? Und wie soll man sich darauf freuen, "ja" zu sagen, wenn man die ganze Zeit nur "neeeeiiiin" kreischen will?
Sympathisch, gnadenlos ehrlich und herrlich komisch: "Heiraten für Turnschuhträgerinnen" ist Katastrophenfilm, Chick Flick und romantische Komödie in einem. Wie sich Charlotte auf ihrem Weg zum Glück durch die Tücken der Hochzeitsvorbereitungen kämpft, das ist zum Lachen, Lächeln, Kichern, Brüllen - und manchmal auch ein bisschen zum Weinen. Für alle, die sich trauen.

Meinung:
Nachdem mich der Titel sofort angesprochen hatte und ich auch eine Leseprobe toll fand, habe ich mich sehr darauf gefreut, "Heiraten für Turnschuhträgerinnen" zu lesen.

Zuerst das Positive: Der Schreibstil ist locker, der Humor kommt nicht zu kurz, ist aber auch nicht übertrieben. Die Geschichte geht gut voran und lässt sich flüssig lesen. Die Protas sind sympathisch und die meisten Handlungen lassen sich gut nachvollziehen, die Beziehung von Charlotte und Georg wirkt sehr harmonisch und einfach schön, man merkt was die beiden verbindet. :verliebt

Leider wurde ich dennoch etwas enttäuscht. Gerade das was der Titel verspricht, eine "unspektakuläre" Hochzeit ohne den üblichen Kitsch, wendet sich in genau das Gegenteil. Eine Planung bis ins kleinste Detail (Vögelchen auf den Einladungkarten etc.), eine nicht enden wollende Suche nach dem perfekten Brautkleid, alles Dinge die ich in diesem Buch nicht lesen wollte, da der Titel mehr "Bodenständigkeit" versprach. Schade!

Trotzdem nette Unterhaltung, man sollte nur mit einer anderen Vorstellung an das Buch rangehen als ich sie hatte.
:3P
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Re: Heiraten für Turnschuhträgerinnen - Filippa Bluhm

Beitragvon Sunangel » Sonntag 30. Mai 2010, 09:05

Das Buch konnte man wirklich super lesen. Es war sehr unterhaltsam und irgendwie findet man sich darin wieder :-) kann das Buch echt empfehlen!!! :5P
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Re: Heiraten für Turnschuhträgerinnen - Filippa Bluhm

Beitragvon patwelli » Donnerstag 3. Juni 2010, 11:01

Witzig, ironisch und liebenswert, Filippa Bluhm trifft genau den richtigen Ton. Wer jemals geglaubt hat, ein Eheversprechen und zwei Ringe reichen zum Heiraten, der wird hier eines Besseren belehrt. Die Wünsche der Brautleute sind die letzten, die zu berücksichtigen sind. Die Eltern, die Verwandtschaft und die Freunde, sie alle müssen berücksichtigt werden und so wird manches Paar von der Lawine überrollt, die sie losgetreten. Denn wer A sagt, muss auch B sagen.

Charlotte und Georg wollen heiraten – und ahnen nicht im Geringsten, was da auf sie zurollt. Wo soll denn geheiratet werden? In der urigen Waldkneipe in Hattingen, wo Georg schon getauft wurde? Oder etwa in München, bei Charlottes polnischer Verwandtschaft? Eigentlich würden beide ja gerne in Berlin heiraten, wo sie auch wohnen, aber schon die Suche nach einer geeigneten Lokalität gerät zu einer wahnwitzigen Angelegenheit. Autopannen, skurrile Charaktere und plötzlicher Schneefall sorgen nicht gerade für heitere Gemüter. Wen soll man alles einladen? Nur die engste Familie? Dann ist Tante X aber bestimmt beleidigt, und wenn sie eingeladen wird, dann will auch Tante Y kommen. Die Gästeliste wächst bedrohlich schnell, Versuche, sie zu kürzen, lösen große Krisen aus. Und so nimmt die Katastrophe ihren Lauf, die eigentlich zum Schönsten Tag des Lebens werden sollte. Zum Glück gibt es ja gute Freunde und eine liebende Familie, die oft zur richtigen Zeit ihre tatkräftige Unterstützung anbieten.

Filippa Bluhm hat hier ein zwar kleines, aber sehr humoriges Buch übers Heiraten geschrieben. Mit viel Selbstironie und humorvollem Augenzwinkern kann sich jeder irgendwo wieder finden, viele Situationen sind bekannt. Und obwohl Charlotte und Georg sich geschworen haben, ihre Hochzeit einfach und ohne großes Trara zu feiern, so finden sie sich doch wieder bei der Suche nach der perfekten Location, der perfekten Hochzeitstorte und des perfekten Kleides. Immer glaubwürdig, verliert Charlotte doch nie ihre leicht chaotische Ader, was manchmal dazu verleitet, laut loszulachen. Ihre Missgeschicke wirken nicht konstruiert, sondern spiegeln lediglich ihr Wesen wieder. Sie bleibt sich selbst treu, ihre Handlungen sind realistisch und nachvollziehbar. Die Gestaltung des Buches ist gelungen, ein stimmiges Cover und die kleinen Vögelchen am Kapitelanfang, die bei den Hochzeitsvorbereitungen immer wieder eine Rolle spielen.

Fazit

Mit feinsinnigem und bissigem Humor schafft es Filippa Bluhm das Wesentliche genau auf den Punkt zu bringen. Ohne zu sehr in Klischees oder Klamauk zu verfallen, schildert sie locker und leicht die Lawine, die, einmal ins Rollen gekommen, sich nur schwer wieder aufhalten lässt. Leider ein bisschen kurz, dadurch aber kurzweilig, beschert sie uns einen vergnüglichen Lesespass, der bereits Verheiratete wissend nicken und Heiratswilligen den Herzschlag steigen lässt.
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Re: Heiraten für Turnschuhträgerinnen - Filippa Bluhm

Beitragvon blaueblume1 » Donnerstag 10. Juni 2010, 20:04

Heiraten für Turnschuhträgerinnen – Filippa Bluhm



Inhalt/Klappentext (Quelle:Kiwi):
Und sie lebten glücklich, bis der Antrag kam ... Eigentlich hatte Charlotte immer gedacht, sie würde einen Lachanfall bekommen, sollte jemals ein Mann vor ihr niederknien und um ihre Hand anhalten. Doch bei Georg war alles anders. Na ja, fast. Denn gelacht haben sie trotzdem - in dem dummen Irrglauben, das Schwerste sei mit dem Antrag schon geschafft.
Herzförmige Nippelaufkleber. Turtelnde Täubchen auf Luftballons. Einladungskarten mit Diddlmaus. Die ersten Recherchen zum Thema "Hochzeit" fallen für Charlotte, bekennende Turnschuhträgerin, niederschmetternd aus. Aber es kommt noch schlimmer. Die Freunde schielen ihr bei der Verkündung erst mal skeptisch auf den Bauch. Die beste Freundin fängt plötzlich an, über die Ehe als Symbol der weltweiten Ausbeutung der Frau zu referieren. Und dann die Verwandtschaft: Die deutsche fordert lauthals Babys, die polnische Wodka, eimerweise. Woher, bitte schön, kriegt man ein Kleid, in dem man nicht aussieht wie Schwarzwälder Kirsch mit Toupet? Und wie soll man sich darauf freuen, "ja" zu sagen, wenn man die ganze Zeit nur "neeeeiiiin" kreischen will?
Sympathisch, gnadenlos ehrlich und herrlich komisch: "Heiraten für Turnschuhträgerinnen" ist Katastrophenfilm, Chick Flick und romantische Komödie in einem. Wie sich Charlotte auf ihrem Weg zum Glück durch die Tücken der Hochzeitsvorbereitungen kämpft, das ist zum Lachen, Lächeln, Kichern, Brüllen - und manchmal auch ein bisschen zum Weinen. Für alle, die sich trauen.

Meine Meinung:
Charlotte und Georg wollen heiraten. Es soll natürlich ein wunderschöner Tag werden und die Organisation dürfte eigentlich nicht zu schwierig sein – oder?
Tja, weit gefehlt. Erzählt aus Charlottes Perspektive in Ich-Form stellt sich sehr schnell raus, dass das gar nicht so einfach ist mit der passenden Location, dem Kleid und dem ganzen Brimborium. Die Gäste haben dann auch viele (man könnte auch sagen: endlose) Sonderwünsche und so stellt sich den beiden manchmal die Frage, ob das Ganze wirklich zu einem Traum führt oder ob die Hochzeitsvorbereitungen schon total auslaugen…
Die Story ist gut und flüssig erzählt, mit vielen Anekdoten angereichert. Natürlich ist alles ein wenig übertrieben dargestellt, um für viel Heiterkeit beim Lesepublikum zu sorgen.
Mit der Heiratssituation und den vielen Vorbereitungen können sich auch sicherlich viele Leserinnen identifizieren. Allerdings lässt der Titel vermuten, dass Charlotte, quasi als unkomplizierte Turnschuhträgerin, diesem Hochzeitsbrimborium nicht verfällt – sie wird aber eines Besseren belehrt, was wohl zeigt, wie leicht man in die Vorbereitungen zum großen Tag hineingesogen wird.
Spannend fand ich die beiden gegensätzlichen besten Freundinnen von Charlotte, also Lala, der Prototyp eines begeisterten Mädchen-Typs, und Kristin, emanzipiert und auch eher distanziert zum Hochzeitsthema. Die unterschiedlichen Reaktionen der beiden auf Charlottes Vorhaben fand ich amüsant und bieten eine spannende Konstellation.
Ein Erstling von Filippa Bluhm, der Lust auf mehr macht.

Fazit: Kurzweiliger leichter Lesespaß zum Thema „Traumhochzeit mit all ihren kleinen Tücken“.

Bewertung: 4 von 5
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Re: Heiraten für Turnschuhträgerinnen - Filippa Bluhm

Beitragvon Saendra » Mittwoch 30. Juni 2010, 22:43

Zu diesem Buch habe ich eine Leseprobe gelesen und mich darin irgendwie wiedergefunden. Nun liegt es auf meinem Sub und ich freue mich schon, es zu lesen.
Danach beschreibe ich hier auch gerne, wie mir das Buch letztendlich gefallen hat :-)
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Re: Heiraten für Turnschuhträgerinnen - Filippa Bluhm

Beitragvon Saendra » Dienstag 3. August 2010, 11:57

So, ich habe das Buch vor kurzem auch gelesen. Da schon so viele tolle Rezensionen gepostet wurden, werde ich einfach kurz meine Meinung dazu abgeben.

Positiv fand ich den lockeren Schreibstil, die humorvollen Passagen und vor allem die Handlung an sich. Ich denke, dass so etwas wirklich passieren könnte. Der Einfluss der Eltern und der Freundinnen kann durchaus eine Rolle bei der Planung der Hochzeit spielen. Lustig fand ich, die Personen im Buch durch Personen aus meinem Leben zu ersetzen. Das hat erschreckenderweise sehr oft gepasst :shock:
Das Buch habe ich vor allem deswegen gelesen, weil ich mich auf den ersten Seiten der Leseprobe selbst wiedergefunden habe. Ich habe zwar noch nicht vor zu heiraten, aber Charlotte schildert ihr Leben ehrlich und unverblümt. Und man merkt, dass man manchmal genau so in den Spiegel guckt und sich das denkt, was gerade vor einem auf dem Papier steht.
Nicht direkt negativ, aber zumindest nicht so gut gefallen, hat mir die Länge des Buches. Ich habe es bei TT erstanden und war ein bisschen enttäuscht, dass es nur so dünn ist, als ich es ausgepackt habe.
Da das aber wirklich der einzige schlechte Punkt ist muss ich sagen: Dieses Buch ist für mich definitiv ein "Behalte-Buch" und ich gebe :5P
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